AZ Ingelheim, 26.03.2015

Im Kiosk gibt es sogar fair gehandeltes Eis

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 Foto: Thomas Schmidt

IGS Ingelheimer dürfen sich als 115. Schule bundesweit ab sofort „Fairtrade-School“ nennen

INGELHEIM - (pea). In Sachen „Fairer Handel“ sind die Ingelheimer Schulen geradezu mustergültig unterwegs. Nachdem die Berufsbildende Schule (BBS) im vergangenen Sommer als „Fairtrade-School“ ausgezeichnet worden ist, zog nun die Integrierte Gesamtschule (IGS) nach. Und mit dem Sebastian-Münster-Gymnasium ist der nächste Kandidat gerade auf dem Sprung. Anlass für Jens Feith, Koordinator beim Bildungsministerium, von einem „Hotspot Ingelheim“ zu reden – zumindest was das schulische Fairtrade-Engagement anbelange.

Kriterien mehr als erfüllt

Bei der Auszeichnungsfeier in der Aula überreichte Feith im Auftrag des Landes und des Vereins „TransFair“ die Urkunde. Die IGS ist damit die 115. Schule in Deutschland, die sich mit dem Etikett „Fairtrade-School“ schmücken darf. Die Kriterien habe man weit übererfüllt, attestierte der Koordinator. Geradezu neidisch sei er geworden, als er gesehen habe, dass der „Eine Welt-Kiosk“ sogar fair gehandeltes Eis im Sortiment habe.

Was faire Produkte bewirken können, das hätte niemand besser vermitteln können als Bede Godwyll von der GEPA. Er erzählte von seiner eigenen Schulzeit in Ghana, wo viele Kinder die Schule nicht zu Ende besuchen, weil die Eltern das Schulgeld nicht bezahlen können. Das wäre anders, wenn die Bauern faire Preise für ihre Arbeit erhielten. „Wenn ihr am Kiosk etwas kauft, das vielleicht ein bisschen teurer ist, dann kommt das den Bauern zugute“, veranschaulichte Godwyll das Prinzip des „Fairen Handels“. „Jetzt wissen wir wieder, warum wir uns für den fairen Handel engagieren“, bemerkte Felix Kaltenbach von der Fairtrade-AG, der gemeinsam mit Amelie Rössler durch das Festprogramm führte. Für den musikalischen Rahmen sorgten die „Heavy Tones“ und die Klasse 6d.

„Es ist ein besonderer Tag für die Stadt Ingelheim“, stellte Wolfgang Bärnwick, Beigeordneter der Stadt Ingelheim, fest. Adam Schmitt, Erster Beigeordneter des Landkreises, hob besonders das Engagement der Jugendlichen hervor. Es sei nicht selbstverständlich, sich außerhalb des Unterrichts zu engagieren, sagte er und appellierte an die Schüler, weiter am Ball zu bleiben.

Tatkräftig mitgeholfen

Schulleiterin Karin Hantschel erinnerte an die Wurzeln des Fairtrade-Gedankens an der IGS, wo Pfarrer Helmut Huber schon vor Jahren mit einem Projekt Pionierarbeit geleistet hatte. Seither werde an der IGS fair gehandelter „Huber-Kaffee“ getrunken. Vor zwei Jahren entstand die Idee, einen „Eine-Welt-Kiosk“ zu installieren, woraus sich wiederum die Initiative zur „Fairtrade-Schule“ entwickelte. Hantschel dankte allen Akteuren, die tatkräftig mitgeholfen haben, den Titel an die Schule zu holen – allen voran dem Schulteam mit den beiden Betreuerinnen Stefanie Kaltenbach und Ute Hübner.

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