22.03.2017 AZ Ingelheim

Ingelheim ist für zwei weitere Jahre Fairtrade-Stadt

INGELHEIM - (red). Ingelheim darf sich weitere zwei Jahre lang „Fairtrade-Stadt“ nennen. Der Titel wird vom gemeinnützigen Verein „Transfair“ verliehen, die Rotweinstadt hatte ihn sich 2015 zum ersten Mal gesichert. Oberbürgermeister Ralf Claus freut sich bei der Übergabe des Zertifikates über die Verlängerung des Titels: „Ein wichtiges Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in unserer Stadt. Lokale Mitstreiter aus den Reihen der Politik, der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft arbeiten hier eng für dieses gemeinsame Ziel zusammen. Wir setzen uns weiterhin mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel auf lokaler und auch auf regionaler Ebene zu fördern“. Einen besonderen Dank schickt Claus den tatkräftigen Akteuren der Steuerungsgruppe, „ohne deren unermüdlichen und ehrenamtlichen Einsatz die Titelverleihung und Rezertifizierung nicht möglich gewesen wäre“.

Ingelheim ist eine von inzwischen über 450 Fairtrade-Städten in Deutschland. Fünf Kriterien muss eine solche Stadt erfüllen, um sich Fairtrade-Stadt nennen zu dürfen. In Ingelheim sind alle davon erfüllt, urteilt das Vergabe-Gremium: Verwaltungsspitze und Rat trinken fair gehandelten Kaffee und halten die Unterstützung des fairen Handels in einem Ratsbeschluss fest, eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Tätigkeiten, in Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten, die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort. Außerdem wertet der Verein Veranstaltungen wie die „faire interkulturelle Woche“ im September, die Homepage der Fairtrade-Steuerungsgruppe oder die Filmvorführung „The True Cost – Der wahre Preis der Kleidung“ der Freunde Ingelheimer Filmkultur (FIF) als Zeichen erfolgreicher Projektarbeit im Bereich Fairtrade.