Ministerpräsidentin Malu Dreyer dankt Fairtrade-Schulteam

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04.12.2015

Beim Bürgerempfang der Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Ingelheim konnte auch das BBS-Fairtrade-Schulteam mit einem Infostand dabei sein. Neben Informationen zu den verschiedenen Aktionen wurde auch wieder für die beiden afrikanischen Hilfsprojekte geworben und Spenden gesammelt werden. Leckere faire Bananen-Schoko-Brownies und Schokoladen-Frucht-Flakes lockten die Gäste nach einem herzhaften Buffet auf Nachtischsuche an den Stand, wo auch die Sammeldose auf sie wartete.


Malu Dreyer dankte dem Team für seine Arbeit und das Engagement für Andere. Gerade in der gegenwärtigen Flüchtlingssituation komme es besonders darauf an, die Ungleichheiten auf der Erde mit allen möglichen Initiativen zu mindern. Gerne nahm sie sich für ein Gruppenfoto Zeit und das Team konnte ihr eine Geschenktasche mit fairem Ingelheimer Kaffee, Süßigkeiten und vor allem dem Heimatjahrbuch überreichen, das auch einen Beitrag über das BBS-Schulteam enthält. Die Schülerinnen und Schüler waren sehr von der herzlichen Art der Ministerpräsidentin beeindruckt.

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Rosenaktion anlässlich des Valentinstages 15.02.2016

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Auf die langjährige Tradition des Rosenverkaufs wollten die SchülerInnen der Schülervertretung auch in diesem Jahr nicht verzichten, obwohl Organisationstalent gefragt war, denn es gab eine Fastnachtsfeier für alle zu organisieren und die Rosenaktion. So entschied sich die Gruppe eine „Nachträgliche Rosenaktion zum Valentinstag“ zu starten.

Am Montag , den 15.2., ging es los, die SV- plakatierte, am Dienstag und Mittwoch konnten die Schülerinnen und Schüler mit den fairen Rosenanhängern Grüße an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler verschicken, mit einer Rose natürlich. Und am Donnerstag überbrachte die SV den Beschenkten die fairen Rosen mit den Grüßen. Insgesamt 160 Rosen konnten so fairschenkt werden und das Besondere daran war, dass dies sogar schulübergreifend möglich war, da die SV mit der SV des örtlichen Gymnasiums bei solchen Aktionen kooperiert. Diese hatten bereits letzte Woche faire Rosen an SchülerInnen der IGS überbracht.

 

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Valentinsaktion am 15.02.16

Wie auch in den letzten Jahren fand dieses Jahr wieder an unserer Schule die Valentinsaktion statt. Die Schüler konnten kleine Karten zusammen mit einer Rose verschicken, wofür wir jeweils 2,50 € eingenommen haben. Hierbei haben wir, wie auch im letzten Jahr, wieder mit der IGS in Ingelheim kooperiert. Wie jedes Jahr wurden natürlich wieder Fairtrade-Rosen von unserer SV verkauft und verteilt. Wir sind der Meinung, dass die Aktion den Schülern wieder viel Spaß gemacht hat und dass man sich so jedes Jahr an den „fairen“ Gedanken erinnert.
 

Werbeaktion für unsere Fairtrade-Schulkleidung 19.01.2016

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Nachdem wir ja letztes Jahr unsere neuen „Fairtrade-Schulkleidung“eingeführt haben,  war es dieses Jahr natürlich wichtig, dass die neuen Fünftklässler und natürlich auch alle, an denen unsere große Bestellaktion letztes Jahr vorbeigegangen ist, über die Bestellmöglichkeit von unserer Schulkleidung über einen Online-Shop informiert sind, sowie dass sie alle nötigen Daten haben, um diesen auch nutzen zu können. Zu diesem Zweck haben wir nun an unserer Schule kleine Visitenkarten eingeführt, auf denen alles, was man zu diesem Thema wissen sollte, drauf steht und die uns nun die Möglichkeit geben, immer wieder zu verscheidenen Anlässen für unsere Schulkleidung werben zu können. Im Zuge der Einführung dieser Karten läuft bei uns auch gerade noch eine Aktion, bei der noch bis zum 19.1.16 alle Versandkosten bei einer Bestellung wegfallen. Wird sind zuversichtlich, dass wir mit diesen Aktionen den Kauf unserer fairen Kleidung nocheinmal gut ankurbeln können.
 

Düstere Prophezeiung von Mutter Erde 11.03.2016

AUFFÜHRUNG Hope Theatre Nairobi führt gesellschaftskritisches Stück über ungerechte Verteilung von Wasser auf

Von Gerhard Wieseotte

INGELHEIM – Es beginnt mit einem skeptischen Blick auf die Verhältnisse. Als schwankende, halb-besoffene Diva mit einer Flasche Sekt in der Hand, in blauem Kleid, dreckig braunem Pelz, hohen Schuhen und mit blau-grüner Perücke betritt „Mutter Erde“ die Bühne und klagt die Menschen an, sie zu vergiften. Aber, so prophezeit sie, die Spezies Mensch werde aussterben und die Natur werde sie überleben: „Und ich, die Erde, auch.“

Kämpfe um kostbares Gut

Das Lebensmittel Wasser, das „Mutter Erde“ den Menschen zur Verfügung gestellt hat, ist knapp und es ist nicht gerecht verteilt. Das ist die Botschaft des gleichnamigen Stückes des „Hope Theatre Nairobi“, das jetzt in der Integrierten Gesamtschule vor Schülern der IGS und der Berufsbildenden Schule (BBS) aufgeführt wurde.

Für knapp zwei Stunden tauchten die jugendlichen Zuschauer in die sonst so ferne Welt eines fremden Kontinents ein. „Wasser“ konfrontierte sie mit der Realität Schwarzafrikas, wo es immer noch Verteilungskämpfe um das kostbare Gut gibt. Es war kein Lehrstück, das das „Hope Theatre“ da aufführte, eher eine Art politische Revue aus 18 einzelnen Szenen mit afrikanischen Tänzen und afrikanischer Musik. Sie verdeutlichten die Not der Landbevölkerung, die unter der Profitsucht der Reichen leiden, die sie ausbeuten und ihnen die Lebensgrundlagen wegnehmen. So klagten in einer Szene zwei „Massai-Männer“ darüber, dass ihnen fremde Firmen den Zugang zum Fluss versperrten, dessen Wasser sie so dringend für ihr Vieh benötigten. Worauf der zuständige Beamte ihnen zynisch riet, doch wie er alles aufzugeben und sich einen neuen Job zu suchen. Darauf die „Massai“: „Wir bewahren unsere Traditionen und leben in Harmonie mit der Natur. Wir verunreinigen nichts, wir verbrauchen kein Land, wir trocknen keine Flüsse aus. Aber wir sind die ersten, die leiden. Ist das fair?“

Seit sieben Jahren gibt es jetzt das „Hope Theatre“. Gegründet hat es der Theatermacher Stephan Bruckmeier mit Jugendlichen aus den Slums von Nairobi, aus Kibera. Dort leben knapp eine Million Menschen unter zum Teil entwürdigenden Umständen. „Seit 50 Jahren arbeiten hier mehrere hundert Organisationen und Hilfsgruppen aus der ganzen Welt“, erzählt in „Wasser“ Monica, ein Mädchen aus Kibera: „Seit 50 Jahren werden Fotos von unserem dreckigen Wasser und unseren kleinen Hütten und unseren bettelnden Kindern gemacht. Aber es ist nicht möglich, einen Kanal zu bauen. Seit 50 Jahren kommt die reiche Welt zu uns, um uns zu helfen. Aber das Einzige, was sich verbessert hat, ist die Qualität der Fotos und Filme von unserem dreckigen, verseuchten Viertel.“ In Nairobi gebe es genügend Wasser, erzählt Judith Kunz, die „Wasser“ mit dem zehnköpfigen Ensemble erarbeitet hat. Aber es sei nicht gerecht verteilt. Nur 42 Prozent kämen bei den Konsumenten an. Der Rest versickere oder werde von Konzernen und Kartellen illegal abgezapft. Die Hälfte aller Krankenbetten weltweit, so lässt Kunz eine ihrer Schauspielerinnen sagen, sei mit Patienten belegt, die an sogenannten „waterborne diseases“ leiden. Diese seien das Ergebnis von verschmutztem Trinkwasser, ungenügenden Sanitäranlagen und unzureichender Hygiene. Rund 650 Millionen Menschen hätten immer noch keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. „Ungleichheiten“, so heißt es in „Wasser“, „existieren: Zwischen Stadt und Land, Mehr und Minderheiten, Arm und Reich“. Faire Preise für die Produkte der Dritten Welt fordert Stephan Bruckmeier: „Fast alle deutschen Billigrosen kommen aus Kenia. Es existieren riesige Plantagen, in denen diese Rosen gezüchtet werden. Es profitieren in erster Linie die Händler und der Kunde in Deutschland.“

Fairem Handel verpflichtet

Dass das „Hope Theatre Nairobi“ überhaupt nach Ingelheim kommen konnte, ist vor allem der Initiative der Berufsbildenden Schule zu verdanken, der sich dann die IGS anschloss. Beide Schulen gehören wie auch das Sebastian-Münster-Gymnasium zu den sogenannten „Fairtrade Schools“, die sich dem fairen Handel zwischen den armen und reichen Ländern verpflichtet fühlen und diesen Gedanken an ihren Schulen pflegen und weitertragen.

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Spendenübergabe der BBS-Schüler/innen durch SV und Fairtrade-School-Team an die Theatergruppe